Schriftgrößen-„Verordnung“

 

In meinen Schulungen erfahre ich immer wieder, dass es bei der Wahl eines gut lesbaren Brieftextes oft straffe Regeln in verschiedenen Unternehmen gibt.
Es wird eine bestimmte Schriftgröße festgelegt, die für gut gehalten wird und diese muss (teils sogar laut Dienstvorschrift) so eingehalten werden.

Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass es gut ist, in einem großen Unternehmen solche Dinge für das Schreiben von Briefen festzulegen. Würde jeder selber entscheiden können, wäre der Wiedererkennungswert für ein Unternehmen nicht gegeben.

Leider wird aber oft die Schriftgröße auf 12 Punkt festgelegt. Grundsätzlich und ohne Differenzierung. Diese ist in der Regel viel zu groß, erzeugt zu viele Seiten und wird deshalb im schlimmsten Fall sträflich gequetscht (kaum Papierrand, zu geringer Zeilenabstand, etc.) um den Text dennoch auf die Seite zu bekommen.

Zur besseren Vorstellungskraft:

Wenn Sie Abends ein Buch im Bett lesen, bei schwachem Licht, mit möglicherweise müden Augen…

…ist Ihnen die Schrift dann zu klein?

In der Regel sind Bücher in den Schriftgrößen 8 – 9 Punkt gesetzt! Dieses Wissen gibt einem die Sicherheit, sich auf „kleine“ Schriftgrößen einzulassen.

Eine weitere sehr gute Hilfe und ein Klassiker der Lehrbücher für Typografie ist:
„Erste Hilfe in Typografie“

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